Da Peter und ich ein dreisprachiges Paar sind, verteilen wir unsere Woche wie folgt:
Sonntag – Japanisch
Montag – Japanisch
Dienstag – Deutsch
Mittwoch – Deutsch
Donnerstag – Deutsch (3 Tage Deutsch, weil wir in der deutschsprachigen Schweiz wohnen)
Freitag Englisch (in Vorbereitung auf entspannendes Wochenende)
Samstag Englisch (kontinuierlich entspannendes Wochenende)
Die Ausnahme:
1) Streit
Der Sprachplan funktioniert ziemlich gut, außer wenn wir uns streiten. Dann sprechen wir auf unsere gemeinsame Sprache Englisch. Auf Japanisch kann Peter auf keinen Fall schimpfen, weil wir Japaner hoffliche Menschen sind, und daher gibt es kein rüdes Schimpfwort auf Japanisch. Andererseits ist mein Deutschwortschatz zu begrenzt, um meine Gemeinheit voll im Gang zu setzen.
2) Einkaufen
Wenn wir uns über die Preise in den Läden beschweren oder auf dem Markt im Ausland verhandeln möchten, kommt unsere Sprachkenntnis gelegen. In Asien und Amerika können wir auf Deutsch reden, da niemand es versteht. In Deutschland und der Schweiz verwenden wir in diesem Fall meistens Japanisch. Einmal haben meine Schwester und ich an der Kasse im Supermarkt in Brooklyn einen Amerikaner gesehen, der einen Berg der Gefrierkost gekauft hat. Auf Japanisch habe ich meine Schwester geflüstert, “so kann man am schnellsten dick werden.” Statt meine Schwester hat der Mann geantwortet “Na, und?”, natürlich auf Hochjapanisch. Ich war so geniert, dass ich mich schwören musste, niemals in Amerika auf Japanisch zu flüstern. Das Risiko ist hoch, weil immer mehr Amerikaner Japanisch lernen, um japanische Mangas und Videospiele verstehen zu können.
3) Familentreffen
Wenn wir unsere Familie besuchen, reden wir auf ihre Sprache. Darüber habe ich so viel zu erzahlen, als dass ich hier alles schreiben könnte. Also, dieses Thema behalte ich bis nächstes Mal. Ciao!